Naschen erlaubt? Wie auch die Ernährung über Ihr Lächeln entscheidet
Wir alle wissen, dass Zucker nicht gerade der beste Freund unserer Zähne ist. Aber wussten Sie, dass es Lebensmittel gibt, die wie eine „natürliche Zahnbürste“ wirken?
„In unserer Praxis sehen wir täglich, dass Zähneputzen zwar die halbe Miete ist, die andere Hälfte aber auf Ihrem Teller oder in Ihrem Glas entschieden wird. Damit Ihr nächster Kontrolltermin bei uns entspannt bleibt, haben wir Ihnen eine Liste von zahngesunden Lebensmitteln zusammengestellt und solchen, die man besser meiden oder wenigstens seltener genießen sollte“, erklärt didenta-Zahnärztin Dr. Heike Fischer.
Schlecht fürs Gebiss: Was Zähne stresst
Es sind nicht nur Bonbons und Schokolade. Vor allem zwei Dinge setzen dem Zahnschmelz zu: Zucker und Säure.
- Klebrige Klassiker: Gummibärchen, Karamell oder Trockenfrüchte haften besonders lange an den Zähnen - ein gefundenes Fressen für Kariesbakterien, die den Zucker in Säure umwandeln.
- Die „Säure-Falle“: Softdrinks, Fruchtschorlen, Energydrinks und exzessiver Genuss von Zitrusfrüchten weichen den Zahnschmelz direkt auf.
- Versteckter Zucker: Vorsicht bei Ketchup, Fertiggerichten und vermeintlich gesundem Müsli. Hier versteckt sich oft mehr Süße, als man denkt.
„Unser Tipp: Wenn es doch mal etwas Süßes sein muss, lieber einmal ordentlich genießen oder direkt nach einer Hauptmahlzeit, als über den ganzen Tag verteilt immer wieder naschen. So haben Ihre Zähne zwischendurch Zeit, sich zu regenerieren“, sagt Dr. Fischer.
Gutes Futter für starke Zähne
Es gibt Lebensmittel, die Zähne aktiv schützen oder bei der Reinigung helfen:
- Käse & Milchprodukte: Das enthaltene Kalzium und Phosphat stärken den Zahnschmelz direkt von außen. Ein Stück Käse zum Nachtisch neutralisiert Säuren im Mund.
- Knackiges Gemüse: Karotten, Sellerie oder rohe Paprika regen den Speichelfluss an. Speichel ist die beste natürliche Schutzwaffe des Körpers – er spült Essensreste weg und repariert kleine Schäden im Schmelz.
- Vollkornprodukte: Sie müssen ordentlich gekaut werden. Das massiert das Zahnfleisch und reinigt die Zahnoberflächen mechanisch.
- Wasser & ungesüßte Tees: Die besten Durstlöscher, die Bakterien einfach „davonspült“.
3 Regeln für den Alltag
So können Sie das Beste aus Ihrer Ernährung herausholen, ohne auf Genuss zu verzichten:
- Warten nach dem Essen: Haben Sie Saures gegessen (z.B. eine Grapefruit oder Salat mit Essig-Dressing)? Warten Sie etwa 30 bis 60 Minuten mit dem Zähneputzen, damit der aufgeweichte Schmelz nicht weggeputzt wird.
- Kaugummi für zwischendurch: Wenn die Zahnbürste unterwegs nicht griffbereit ist, hilft ein zuckerfreier Zahnpflege-Kaugummi mit Xylit.
- Trinken statt Nippen: Trinken Sie zuckerhaltige Getränke lieber zügig aus, statt über Stunden hinweg immer wieder kleine Schlucke zu nehmen.
Das Beste für die Zahngesundheit: Die Mischung macht’s!
Niemand ist perfekt. Ein gesundes Maß und die richtige Pflege danach sind das Wichtigste. Wenn Sie Fragen zur Prophylaxe haben oder wie Sie Ihre Kinder spielerisch an zahngesunde Ernährung heranführen, sprechen Sie uns bei Ihrem nächsten Besuch in unserer Praxis in Rheinberg einfach an!
